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Sicher · respektvoll · aufmerksam

Kindeswohl im BaTTV

Kinder und Jugendliche sollen Tischtennis in einem sicheren, respektvollen und wertschätzenden Umfeld erleben können. Ihr Schutz und ihr Wohlergehen haben für den Badischen Tischtennis-Verband einen hohen Stellenwert.

Kindeswohl bedeutet für uns mehr als die Prävention sexualisierter Gewalt. Es geht darum, aufmerksam hinzusehen, persönliche Grenzen zu achten, Kinder und Jugendliche in ihren Rechten zu stärken und sie vor jeder Form von Gewalt, Vernachlässigung, Grenzverletzungen und Übergriffen zu schützen.

01 Kindeswohl im Sport – worum geht es?

Kindeswohl bedeutet, dass Kinder und Jugendliche körperlich, seelisch und geistig geschützt sind und sich gesund entwickeln können. Dazu gehört ein Umfeld, in dem sie respektiert, ernst genommen und in ihren persönlichen Grenzen geschützt werden.

Gefährdungen können unterschiedliche Formen haben. Dazu gehören insbesondere Vernachlässigung, körperliche oder seelische Gewalt, Grenzverletzungen, Übergriffe und sexualisierte Gewalt.

Unser Ziel ist eine Kultur des Hinschauens: aufmerksam sein, Grenzen respektieren, ansprechbar bleiben und handeln, wenn Unterstützung notwendig ist.

02 Deine Rechte
Mein Körper gehört mir. du entscheidest über deine persönlichen Grenzen und welche Berührungen für dich in Ordnung sind.
Mein Gefühl ist wichtig. Wenn sich etwas unangenehm, komisch oder falsch anfühlt, darfst du diesem Gefühl vertrauen.
Ich darf Nein sagen. Auch gegenüber Erwachsenen oder älteren Personen darfst du deutlich machen, wenn du etwas nicht möchtest.
Ich darf mir Hilfe holen. du darfst jederzeit mit einer Person sprechen, der du vertraust, und dir Unterstützung holen.
Nicht jedes Geheimnis muss geheim bleiben. Geheimnisse, die dir Angst machen oder sich schlecht anfühlen, darfst und sollst du weitererzählen.
du trägst keine Schuld an Übergriffen. Verantwortlich ist immer die Person, die Grenzen verletzt oder einen Übergriff begeht.
03 Unsere Schutz- und Verhaltensregeln

Klare und transparente Regeln helfen dabei, Kinder und Jugendliche zu schützen und geben gleichzeitig Trainer*innen, Betreuer*innen und Mitarbeitenden Sicherheit.

Grenzen respektieren Körperliche Kontakte müssen gewollt und angemessen sein.
Transparent handeln Absprachen und besondere Situationen sollen nachvollziehbar und für weitere Verantwortliche transparent sein.
Umkleiden und Übernachtungen schützen Privatsphäre und persönliche Rückzugsräume werden respektiert.
Einzeltraining absichern Einzeltrainings sollen möglichst nach dem Mehr-Augen-Prinzip beziehungsweise mit offener Zugangsmöglichkeit stattfinden.
Keine privaten Abhängigkeiten schaffen Kinder und Jugendliche werden nicht in private Bereiche von Trainer*innen oder Betreuer*innen mitgenommen.
Keine privaten Geheimnisse Trainer*innen und Betreuer*innen teilen keine Geheimnisse mit einzelnen Kindern oder Jugendlichen.
Geschenke transparent halten Persönliche Vergünstigungen oder Geschenke an Einzelne werden nicht ohne Abstimmung gemacht.
Persönlichkeitsrechte achten Fotos, Videos und personenbezogene Daten werden verantwortungsvoll und entsprechend der geltenden Regeln behandelt.
04 Für Kinder und Jugendliche

Tischtennis soll dir Spaß machen und ein Ort sein, an dem du dich sicher und respektiert fühlst.

Wenn dir im Training, bei einem Wettkampf, auf einem Lehrgang, bei einer Fahrt oder in einer anderen Situation etwas unangenehm vorkommt, musst du damit nicht allein bleiben.

  • Sprich mit einer Person, der du vertraust.
  • du darfst deutlich Nein sagen und Grenzen setzen.
  • du darfst nachfragen, wenn dir etwas seltsam vorkommt.
  • du darfst dir jederzeit Unterstützung holen.
  • Wir nehmen dich und dein Anliegen ernst!
05 Für Eltern

Eltern sollen wissen, unter welchen Rahmenbedingungen ihre Kinder an Angeboten des BaTTV teilnehmen und welche Schutzmaßnahmen gelten.

Eine offene Kommunikation ist dabei ein wichtiger Teil des Schutzes. Fragen zu Training, Betreuung, Übernachtungen, Fahrten oder zum Umgang mit Nähe und Distanz sind ausdrücklich erlaubt.

Wenn Ihnen eine Situation fragwürdig erscheint, Ihr Kind von einer unangenehmen Erfahrung berichtet oder Sie einen Verdacht haben, wenden Sie sich bitte an eine Ansprechperson und holen Sie sich gegebenenfalls fachliche Beratung.

06 Für Trainer*innen und Betreuer*innen

Trainer*innen und Betreuer*innen tragen besondere Verantwortung. Vertrauen, Nähe und sportliche Anleitung dürfen niemals dazu führen, dass persönliche Grenzen missachtet oder Abhängigkeiten ausgenutzt werden.

Klare Verhaltensregeln schützen deshalb nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern geben auch den verantwortlichen Erwachsenen Sicherheit im täglichen Umgang.

  • Grenzen und Intimsphäre respektieren.
  • Das eigene Handeln transparent und nachvollziehbar gestalten.
  • Kinder und Jugendliche altersgerecht beteiligen und ernst nehmen.
  • Beobachtungen und Unsicherheiten nicht bagatellisieren.
  • Im Konflikt- oder Verdachtsfall fachliche Unterstützung hinzuziehen.
07 Kindeswohl im Verein

Ein wirksamer Schutz entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch klare und verlässliche Strukturen im Verein.

1

Ansprechpersonen benennen
Zuständigkeiten festlegen und für Mitglieder, Eltern sowie Kinder und Jugendliche sichtbar machen.

2

Risiken gemeinsam betrachten
Zum Beispiel Trainingssituationen, Umkleiden, Fahrten, Übernachtungen, digitale Kommunikation und Einzeltraining.

3

Verhaltensregeln festlegen
Klare Regeln zu Nähe und Distanz schaffen Transparenz und Handlungssicherheit.

4

Verantwortliche sensibilisieren
Trainer*innen, Betreuer*innen und Funktionsträger*innen regelmäßig informieren und schulen.

5

Präventionsmaßnahmen abstimmen
Dazu kann – abhängig von Tätigkeit, Intensität und Dauer des Kontakts – auch die Einsichtnahme in ein erweitertes Führungszeugnis gehören.

6

Eltern und junge Menschen informieren
Offen darstellen, welche Maßnahmen der Verein zum Schutz von Kindern und Jugendlichen umsetzt.

08 Was tun bei einem Verdacht oder Vorfall?
Der Schutz des Kindes oder Jugendlichen steht an erster Stelle. Nicht vorschnell handeln oder selbst ermitteln. Unterstützung durch fachkundige Ansprech- und Beratungsstellen hilft dabei, die nächsten Schritte verantwortungsvoll abzustimmen.
  • Ruhe bewahren und die Situation ernst nehmen.
  • Zuhören und Informationen aufnehmen, ohne zu drängen oder suggestiv nachzufragen.
  • Informationen nicht unnötig weitergeben und den Kreis der Beteiligten zunächst klein halten.
  • Eine beschuldigte oder verdächtigte Person nicht unüberlegt mit einem Verdacht konfrontieren.
  • Beobachtungen und tatsächliche Aussagen sachlich dokumentieren.
  • Fachliche Beratung einholen und das weitere Vorgehen abstimmen.
09 Ansprechpersonen & externe Hilfe

Wenn du Fragen zum Thema Kindeswohl hast, dir etwas aufgefallen ist oder du Unterstützung benötigst, kannst du dich direkt an unsere Ansprechpersonen wenden.

deine Anliegen werden ernst genommen. Gemeinsam kann geklärt werden, welche nächsten Schritte sinnvoll sind und ob zusätzlich eine externe Fachberatungsstelle hinzugezogen werden sollte.

du möchtest dich lieber an eine unabhängige Stelle wenden?

Auch außerhalb des BaTTV gibt es vertrauliche und fachkundige Beratungsangebote für Betroffene, Angehörige und Personen, die sich Sorgen machen.

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