Deutscher Pokalsieger! Die Zweite Mannschaft der DJK Dossenheim krönt starke Saison in Hamm beim Deutschlandpokal
Am langen Wochenende vom 14. bis 17. Mai 2026 trafen bei den Deutschen Pokalmeisterschaften der Verbandsklassen in Hamm die besten Pokalmannschaften aus ganz Deutschland aufeinander. Gespielt wurde in den Wettbewerben der Leistungsklassen A, B und C. Die zweite Mannschaft der DJK qualifizierte sich als Pokalsieger des badischen Tischtennisverbands in der Leistungsklasse C.
Für die DJK Dossenheim gingen Milan Eufinger, Nicolas Ridinger, Michael Brendle und Roland Eichhorn an den Tisch. Pünktlich um 15:00 Uhr startete am Donnerstag das Turnier in den beiden Turnhallen der Friedensschule in Hamm. Die Zweite spielte in ihrem ersten Gruppenspiel gegen den USV Jena. Der Start verlief alles andere als geplant. 1:3 stand es nach den ersten vier Spielen. Aber Milan und Nico geben nicht auf und gewinnen ihre zweiten Einzelspiele. Jetzt liegt es an Roland in seinem zweiten Einzel in einen Sieg für unsere Zweite zu verwandeln. Mit seiner linken Vorhand gelangen Roland gefährliche Topspin-Bälle von weit hinter der Platte, die am Ende Jena in die Knie zwingen. Damit gewann die DJK den Gruppenspiel-Krimi gegen den USV Jena mit 4:3.
Am Freitag konnte die DJK Dossenheim ihr Gruppenspiel gegen die TTSG Schwabstedt / Oldersbek und das gegen den TuS Hiltrup jeweils klar mit 4:0 gewinnen. Nur im letzten Gruppenspiel am Samstag gab es einen Dämpfer beim 2:4 gegen den TSV Gräfelfing. Mit drei Siegen und einer Niederlage wartete als Gruppenzweiter im Viertelfinale ein echter Härtetest – TuS Germania Schnelsen.
Milan erwischte einen perfekten Start und ließ seinem jungen Gegner Felix Vietze beim klaren 3:0-Erfolg keine Chance. Anschließend entwickelte sich zwischen Nicolas und Jan Luca Vierle eines der Schlüsselspiele der gesamten Begegnung. Nach verlorenem ersten Satz schien zunächst der Hamburger die Kontrolle zu haben. Doch DJK-Coach Jan-Hendrik Kühni fand in der Satzpause die richtigen Worte. Nicolas spielte mutiger, suchte konsequent die Offensive und kam immer wieder mit seinem Rückhand-Parallel-Topspin durch. Der zweite Satz ging mit 11:2 deutlich an den Dossenheimer. Besonders eng wurde es anschließend in den Sätzen drei und vier, die Nicolas jeweils mit 12:10 für sich entschieden.
Nun lag es an Michael, den Vorsprung auszubauen. Gegen Rafael Simon Fernandez verlief der Auftakt ähnlich wie im vorherigen Einzel. Der Hamburger gewann den ersten Satz, doch Michael fand immer besser ins Spiel. Seine Noppe bereitete dem Gegner zunehmend Probleme, gleichzeitig setzte er seine Vorhand immer wieder gewinnbringend ein. Unterstützt von den lautstarken Fans der ersten Mannschaft um Leo Beyer, Jan-Hendrik Kühni und Markus Dobler gingen die folgenden drei Sätze an Michael. Damit fehlte nur noch ein Punkt zum Halbfinaleinzug.
Diesen konnte die DJK zunächst nicht holen. Im Doppel brachte Schnelsen seinen Spielertrainer Sebastian Becker ins Spiel, der gemeinsam mit Vierle das Momentum auf die Hamburger Seite zog. Schnelsen verkürzte auf 1:3. Doch Milan ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit einem 3:1-Erfolg machte er den 4:1-Gesamtsieg perfekt. Mit dem Einzug ins Halbfinale war die Bronzemedaille bereits sicher. Doch die DJK wollte mehr.
Am Sonntagmorgen wartete mit dem TTV Offenbach 1961 der Sieger der Gruppe A. Die Hessen verfügten mit Oliver Giemsa über den wohl stärksten Einzelspieler des gesamten Turniers. Entsprechend ging das Auftaktspiel gegen Milan mit 3:0 an Offenbach. Die Dossenheimer hatten sich jedoch vorgenommen, die übrigen Positionen konsequent auszunutzen. Nicolas und Michael gewannen ihre Einzel jeweils mit 3:0 und brachten die DJK mit 2:1 in Führung.
Die Vorentscheidung fiel anschließend im Doppel. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fanden Milan und Nicolas immer besser ins Spiel. Besonders in den längeren Ballwechseln waren die Dossenheimer überlegen und sicherten sich die Partie in vier Sätzen. Mit dem 3:1-Zwischenstand war das Finale zum Greifen nah.
Fast hätte Nicolas anschließend sogar für eine große Überraschung gesorgt. Gegen Oliver Giemsa spielte er phasenweise überragendes Tischtennis und brachte den Offenbacher Spitzenspieler mit druckvollen Topspins immer wieder in Bedrängnis. Erst im fünften Satz setzte sich Giemsa knapp durch. Im Anschluss ließ Milan gegen Felix Bauch nichts anbrennen. Der Finaleinzug war perfekt.
Im Endspiel wartete mit dem TSV Gräfelfing aus München ausgerechnet jene Mannschaft, gegen die die DJK in der Gruppenphase noch mit 2:4 verloren hatte. Auf dem Papier sprach vieles für die Bayern, die auf den Spitzenpositionen mit erfahrenen Verbandsligaspielern besetzt waren.
Milan brachte die DJK mit einem 3:1-Erfolg gegen Gerd Niederleithner in Führung. Im Anschluss traf Michael auf Werner Schaffer, der Ende der 1990er Jahre sogar in der 2. Bundesliga gespielt hatte. In der Gruppenphase hatte Michael noch klar verloren. Dieses Mal stellte Michael seine Taktik um, spielte deutlich häufiger mit seinem Störbelag in die tiefe Vorhand und suchte konsequent den eigenen Angriff. Der Plan ging voll auf. Die DJK führte 2:0. Gräfelfing schlug jedoch zurück. Florian Meindl gewann gegen Nicolas, anschließend ging auch das Doppel an die Bayern. Beim Stand von 2:2 war das Finale wieder völlig offen.
Nun stand Milan gegen Werner Schaffer am Tisch. Der Start verlief denkbar schlecht. Schnell lag der Dossenheimer mit 0:2 Sätzen zurück. In der Satzpause gab Coach Jan-Hendrik Kühni nochmals klare taktische Anweisungen. Milan setzte diese konsequent um. Mit 11:6, 11:6 und 11:2 gewann er die folgenden drei Sätze und sorgte für die erneute Führung der DJK.

Nach einem 0:2 Satzrückstand im fünften Spiel des Finals gibt Coach Jan-Hendrik Kühni spielentscheidende Tipps an Milan Eufinger in der Satzpause
Damit lag die Entscheidung in den Händen von Nicolas. Gegen Niederleithner spielte Nicolas zunächst nahezu fehlerfrei. Er gewann die ersten beiden Sätze und führte im dritten bereits mit 6:1. Doch der Münchner kämpfte sich noch einmal zurück. Beim Stand von 6:7 nahm Jan-Hendrik eine wichtige Auszeit. Nicolas konzentrierte sich wieder auf seine Stärken, spielte mutig nach vorne und setzte die entscheidenden Angriffe. Wenige Minuten später war es geschafft. Mit dem verwandelten Matchball stürmten Milan und Michael auf den Court und fielen Nicolas jubelnd in die Arme. Unsere zweite Mannschaft ist Deutscher Pokalsieger der Leistungsklasse C. Milan, Nicolas, Michael und Roland schreiben damit ein Stück Vereinsgeschichte.

Die 2. Mannschaft der DJK Dossenheim gewinnt den Deutschlandpokal (v.l.n.r.):
Nicolas Ridinger, Michael Brendle und Milan Eufinger
Text: Michael Brendle
Bild: Michael Brendle






