Beschreibung System Badeni

Schweizer Art bedeutet, dass Spie ler mit gleicher Anzahl von Siegen jeweils in eine "eigene" Gruppe eingeteilt werden.

In jeder Gruppe werden dann die Spiele, für eine Runde separat ausgelost.
Wenn alle Spieler nach TTR-Wert en sortiert sind wird die 1. Run de ausgelost.
Nach der ersten Runde hat die Hälfte der Spieler 1:0 und die an dere Hälfte 0:1.
Nach der 2. Runde gibt es dann 3 Gruppen, 2:0, 1:1 und 0:2.
Nach der 3. Runde gibt es schon 4 Gruppen 3:0, 2:1, 1:2 und 0:3
Nach der 4. Runde gibt es dann me ist 5 verschiedene Gruppen 4:0 , 3:1, 2:2, 1:3 und 0:4.
Nach der 5. Runde ergeben sich häufig 6 Gruppen 5:0, 4:1, 3:2, 2:3, 1:4 und ev. 0:5.

Es werden immer mindestens 5 Runden gespielt, das bedeutet, dass jeder Spieler 5 Spiele hat. Je nach Anzahl der Teilnehmer soll die Rundenzahl angepasst werden. Für jede Teilnehmerzahl gibt e s eine optimale Rundenzahl. Darauf sollte man bei einem Ranglistenturnier achten, wenn 5 oder mehr Spieler "weiterkommen". Vier Spieler sind immer, unabhängig davon, auf 1-4 richtig platziert. Wenn nach den üblichen (abgesprochenen) Runden die Reihung nicht eindeutig ist, können weitere Runden als Platzierungsspiele gespielt werden.

Es ist im Turnierprogramm zu je der Zeit auch möglich, Spieler i n einem Bewerb "pausieren" zu lassen, und nur mit einem (kleinem) Rest von z.B. 11 Spielern weitere Runden zu spielen um bei zu wenig Tische, Zeit zu sparen. Dies gilt auch für Spieler die nach der 7. Runden schon sicher qualifiziert sind und nicht weiterspielen sollen/müssen.

Beim normalen Schweizer System spielen immer die nächstmöglichen Spieler gegeneinander z.B.: Nr. 1 gegen Nr . 2, 3 gegen 4 dadurch verlie ren die Nr. 2 und 4 möglicherweise und kommen in eine untere Gruppe - und dort dann ev. gegeneinander somit hat die Nr. 4 schon 2 verlorene Spiele und ist zwei Gruppen nach unten gerutscht.

Bei "Badeni" spielt, wie beim Skispringen - die entferntesten Spieler gegeneinander, der Erste gegen den Letzten in der Gruppe und in der Mitte der Gruppe z.B. in der 1. Runde der 15. gegen den 16. und der 14 . gegen den 17. wenn die Gruppe 30 Spieler hat. Dadurch werden sehr schnell die Gruppen "gleichstark". Wenn ein Spieler verliert bekommt er so lange einen schwächeren Gegner bis er gewinnt oder Letzter der Rangliste bleibt, die Sieger bekommen bessere Gegner.....

Bei einem üblichen Gruppen-System mit 30 Spieler hat man bei 6 5er Gruppen in jeder Gruppe 1-2 sehr guten Spieler und 1-2 schwache Spieler als Gegner.
Bei Badeni ( und auch beim Schweizer System) sind alle Spieler in einer "Gruppe" und kommen als Gegner in Frage. Dadurch haben alle Spieler eine deu tlich größere Anzahl "gleichstarker" Spieler/Gegner z ur Verfügung. Selbst die Besten und Schlechtesten haben in der 3. Runde schon Gegner mit ähnlichem Stärkeniveau, in der Mitte der Gruppen sind die Spieler von Beginn an gleichstark.
Bei ungeraden Feldern bekommt der beste Spiel er der unteren Hälfte ein Freilos (da er sein Spiel bei einer Auslosung auch gewinnen würde).
Es kann jedoch kein Spieler zweimal ein Freilos bekommen (auch farbliche Kennzeichnung).
Die Reihung in den Gruppen geschieh t 1. nach Siegen und 2. nach TTR-Werte.

Die Tagesform soll die Siege bringen und die TTR die Reihung bei gleicher Anzahl Siege.
Auch wenn man die ausgetüftelt en Rundenzahlen nicht einhält, gibt es mit Badeni in jedem
Fall immer ein gerechteres Ergebnis als mit dem normalen Schweizer System.
Die optimalen Rundenzahlen, Beispiele und weiter Unterlagen ste hen in Kürze auf der
BaTTV-Homepage.

24.2.2014 Alfons Enichlmayr